| Personalauswahl - Bewerbercheck per Computer |
Zeit ist Geld – das gilt auch für die Personalauswahl von Unternehmen. Damit das Recruitment schneller und kostengünstiger von statten geht, setzen manche Firmen neuerdings elektronische Bewerberchecks ein. Diese Tests sind den Papier- und Bleistift-Versionen deutlich überlegen: Die Auswertung dauert nur Bruchteile von Sekunden, Ergebnisse können mit anschaulichen Grafiken präsentiert werden.
Grundsätzlich lassen sich folgende Formen von e-Bewerbertests unterscheiden: So genannte K.O.-Listen, d.h. einfache Ja/Nein-Fragen, mit denen harte Kompetenzen geprüft werden, und psychologische Tests: Wie bei der Papierversionen geht es bei letzteren darum, die Soft Skills eines Bewerbers zu ermitteln. Zu diesem Zweck müssen die Probanden in der Regel zwischen bestimmten Statements wählen, z.B.: 'Bei meiner Arbeit achte ich auf Details' versus 'Um effektiv zu sein, muss man manchmal die Einzelheiten ausblenden.' Die Antwortoptionen richten sich nach dem Anforderungsprofil der Stelle. Weiterhin finden sich auf dem Markt virtuelle Assessments und Bewerber-Chats, bei denen sich Jobinteressenten und Personaler austauschen können. Dabei ist zu beachten: Bewerber-Chats sind keine Auswahlverfahren, weitere Verfahren – ob Off- oder Online – ersparen sie nicht.
Das größte Anwendungspotenzial haben im Moment die psychologischen Tests. Der Grund: Die dahinter stehenden wissenschaftlichen Verfahren sind seit Jahrzehnten erprobt und haben ihre Validität und Zuverlässigkeit bewiesen. Neben der offensichtlichen Zeitersparnis haben die e-Tests gegenüber den Papierverfahren den Vorteil der objektiven Auswertung. Ein weiterer Vorzug sind die eingeschränkten Manipulationsmöglichkeiten. SynCom bietet hier das Insights-Anaylse Tool an. (siehe auch unter: Schwerpunkt der Beratung: Insights-Analysen)
E-Bewerberchecks lassen sich jedoch nur erfolgreich implementieren, wenn entsprechend geschulte Recruiter an dem Verfahren beteiligt sind. Zudem bringen e-Tests nicht viel, wenn nicht auch der gesamte Workflow mit Internettempo funktioniert, denn Bewerber, die sich die Zeit für einen Online-Testbogen nehmen, erwarten eine rasche Antwort. In den meisten Unternehmen sind ausgefeilte e-Vorauswahlsysteme ohnehin noch Zukunftsmusik. Sie könnten jedoch bald Pflicht werden. Denn die Ressource Mensch ist knapp, immer mehr Firmen buhlen um immer weniger Talente. Wer dann nicht in der Lage ist, international zu rekrutieren, hat das Nachsehen. Und weltweit zu rekrutieren bedeutet auch: aus der Ferne eine qualifizierte Vorauswahl zu treffen.
Personaler sollten aber auch die Grenzen der e-Tests bei der Personalauswahl im Hinterkopf behalten, so vor allem, dass Online-Verfahren nur zur Vorselektion geeignet sind. Elektronische Bewerberchecks können lediglich ein Filter sein, um wirklich Engagierte von jenen zu trennen, die sich nach dem Gießkannenprinzip überall mal bewerben. Die endgültige Entscheidung über Eignung und Einstellung wird auch weiterhin von Angesicht zu Angesicht gefällt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer: +49-7732-3004.
Ihr Ansprechpartner: Herr Manfred Bock. |
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